Textfeld: Textfeld:
Brandenburger Tor in BERLINLeuchtturm in WESTERHEVERbayernHELGOLAND:"Lange Anna"hamburgseebrücke ahlbeckkölner domschloss schwerinsemperoper dresdenharz
Textfeld:
Textfeld:
Textfeld: Textfeld: Textfeld:
Textfeld:
Textfeld:
Textfeld:
Textfeld:
statistiken
eifel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eifel Nationalpark-Gastgeber räumen Barrieren aus dem Weg –

Neue Qualifizierungsrunde bescheinigt acht Unterkunftsbetrieben und Restaurants „Barrierefreiheit: geprüft!“

Schleiden-Gemünd, 7. September 2011. Acht Gastgeber des Nationalparks Eifel haben an einer Zusatzqualifizierung teilgenommen, um ihre Betriebe für Besucher mit Sinnes- und Mobilitätseinschränkungen zugänglich zu machen. Die in Kooperation von Nationalparkverwaltung Eifel und Naturpark Nordeifel e.V. angebotene Qualifizierung besteht aus zwei Bausteinen: Eine Fortbildung der Inhaber und Mitarbeiter sensibilisiert für die Anliegen von Menschen mit Behinderung, während eine ausführliche Begutachtung und Beschreibung der betrieblichen Räumlichkeiten durch die Nationale Koordinationsstelle Tourismus für Alle (NatKo) e.V. wichtige Informationen für die entsprechenden Zielgruppen aufbereitet. Nationalpark-Gastgeber aus Mechernich-Firmenich nahmen bereits zum zweiten Mal an der Qualifizierung teil: „Die Teilnahme hat sich schon jetzt gelohnt: wir waren erstaunt, mit wie wenig Veränderungen unser Angebot für Rollstuhlfahrer und andere Zielgruppen verbessert werden konnte.“

Nationalpark und Naturpark verfolgen seit Beginn ihrer engen Zusammenarbeit das Ziel, die Nationalparkregion Eifel für Menschen mit und ohne Behinderung zugänglich zu machen. Dabei stehen neben Naturerlebnisangeboten, wie der im Mai eröffnete Barrierefreie Natur-Erlebnisraum Wilder Kermeter, die möglichst durchgängige Barrierefreiheit der touristischen Servicekette im Vordergrund.

Bereits zum zweiten Mal hatten die als Nationalpark-Gastgeber zertifizierten Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und Restaurants im Naturraum Eifel die Möglichkeit, an der Zusatzqualifikation teilzunehmen. Insgesamt 14 Betriebe haben sich bislang das „Barrierefreiheit geprüft“-Siegel der NatKo verdient. Damit übernimmt die Nationalparkregion einmal mehr bundesweite Vorreiterrolle im Engagement zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in einem Großschutzgebiet.

Finanziell gefördert wurde die Qualifizierung im Rahmen des Vernetzungsprojekts „Nationale Naturlandschaften“ von EUROPARC Deutschland e.V. mit Mitteln des Bundesamtes für Naturschutz. Die Nationalpark-Gastgeber und deren unterschiedliche Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung werden im Internet unter www.nationalpark-gastgeber.eu ausführlich vorgestellt. Piktogramme zeigen auf den ersten Blick, wo es Angebote für welche Zielgruppen gibt.

Folgende Betriebe haben an der Qualifizierung zur Barrierefreiheit 2011 teilgenommen:

Café-Restaurant "Zum alten Rathaus" in Schleiden-Gemünd

Campingplatz "Camp Hammer" in Simmerath-Hammer

Ferienhaus "Eifelblick" in Hellenthal-Schnorrenberg

"Ferienhaus-für-Alle" in Nideggen

Ferienwohnung "Eifel zu Pferd" in Schleiden-Wintzen

Ferienwohnung "Margarethenhof" in Mechernich-Firmenich

Hotel "Haus Seeblick" in Nideggen-Schmidt

Hotel "Zum Urfttal" Hartmann in Schleiden-Gemünd

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neuer Veranstaltungskalender für den Nationalpark Eifel veröffentlicht

Schleiden-Gemünd (nrw-tn). Wer Natur erleben möchte, kann im Nationalpark Eifel aus dem Vollen schöpfen: Genau 664 Naturerlebnis- und Umweltbildungsangebote enthält der Veranstaltungskalender 2012, den die Nationalparkverwaltung jetzt herausgegeben hat. Der druckfrische Kalender bietet während des ganzen Jahres wöchentlich mindestens acht kostenfreie Rangerführungen an, für die keine Anmeldung nötig ist. Für Kinder und Jugendliche gibt es spezielle Programme wie Familientage, mehrtägige Wildnis-Camps oder geführte Touren mit Junior-Rangern. Für individuelle Führungen können Gruppen einen speziell für den Nationalpark ausgebildeten Waldführer buchen. Um den Nationalpark möglichst allen Menschen zugänglich zu machen, hat die Nationalparkverwaltung Eifel zahlreiche Angebote für Menschen mit Behinderung im Programm, so Rangertouren mit Gebärdensprache oder Kutschfahrten für Rollstuhlfahrer. Der kostenlose Veranstaltungskalender ist beim Nationalparkforstamt Eifel unter der Rufnummer 02444/9510-0 erhältlich und steht im Internet zum Download bereit. www.nationalpark-eifel.de

.

Freifahrt für schwerbehinderte Menschen in Nahverkehrszügen der DB

Reiseerleichterung für 1,4 Millionen Menschen • Wegfall des Streckenverzeichnisses • Neuregelung unterstreicht Kundenorientierung

(Berlin, 21. Juni 2011) Am 1. September 2011 wurde die Freifahrtregelung für die rund 1,4 Millionen schwerbehinderten Menschen in Deutschland wesentlich erweitert. Alle Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn (DB) können jetzt bundesweit ohne zusätzlichen Fahrschein mit dem grün-roten Schwerbehindertenausweis und dem Beiblatt mit gültiger Wertmarke genutzt werden.

„Wir freuen uns, mit dieser Regelung das Leben für schwerbehinderte Bahnfahrer ein kleines bisschen einfacher machen zu können“, so Rüdiger Grube, Vorstandvorsitzender der Deutschen Bahn AG. „Es ist der Deutschen Bahn und mir persönlich ein echtes Anliegen, auch behinderten Menschen eine möglichst grenzenlose Mobilität zu bieten.“ Zusammen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die DB vereinbart, das im Sozialgesetzbuch verankerte Streckenverzeichnis für schwerbehinderte Menschen zum 1. September 2011 aufzuheben. Das Streckenverzeichnis definiert den Radius von 50 Kilometer rund um den Wohnort eines schwerbehinderten Menschen, in dem er bisher kostenlos die Nahverkehrszüge der DB außerhalb von Verkehrsverbünden nutzen konnte. Damit können schwerbehinderte Reisende bundesweit durchgängig mit allen Nahverkehrszügen der DB - Regionalbahn (RB), Regionalexpress (RE), Interregio-Express (IRE) und S-Bahn - in der 2. Klasse kostenlos fahren. Die Regelungen für Begleitpersonen, für die Mitnahme eines Hundes und für kostenfreie Platzreservierungen bleiben unverändert. Das unentgeltliche Reisen innerhalb von Verkehrsverbünden bleibt bestehen. Die Neuregelung ist ein wesentlicher Beitrag zu mehr Kundenorientierung und zum Bürokratieabbau.

.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild links: Acht Gastgeber des Nationalparks Eifel haben sich durch Teilnahme an einer Fortbildung und betrieblichen Begutachtung durch die Nationale Koordinationsstelle Tourismus für Alle (NatKo) e.V. das „Barrierefreiheit geprüft"-Siegel verdient. 
Bild oben: Um die Nationalpark-Gastgeber für die Anliegen von Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren, haben sie unter anderem die Fortbewegung in Rollstühlen erprobt. 
Bild links unten: Geschäftsführer der NatKo e.V. Guido Frank (2. v.r.) und sein Mitarbeiter Tobias Wiesen (rechts) demonstrierten den Gastgebern die Funktion barrierefreier Sanitäranlagen. Fotos: Nationalparkverwaltung

.

Strandrollstuhl auf Baabe: Barrierefreies Hotel auf Rügen eröffnet

Auf der Insel Rügen hat ein neues barrierefreies Hotel eröffnet. Das ACÁ Hotel Mönchgut im Ostseebad Baabe genügt allen Ansprüchen für einen barrierefreien Urlaub auf Deutschlands größer Insel. Neben befahrbaren Bädern mit Haltegriffen bietet das Hotel auch Blindenschrift an Aufzug und Zimmertüren und einen Strand-Rollstuhl an. Auch der Wellness-Bereich ist ohne Barrieren zugänglich. Das Haus verfügt über 30 Zimmer und vier Suiten. Auf behindertenfreundliche Unterkünfte verweist das vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern vergebene Gütesiegel "Qualitätsmanagement Barrierefreier Tourismus". Eine Liste der zertifizieren Unterkünfte und Freizeiteinrichtungen ist auf der Internetseite www.auf-nach-mv.de nachzulesen. Weitere Information unter www.aca-hotel.de

.

Neu: Barrierefreie Pauschalangebote für die Eifel

Kall (nrw-tn). Für Rollstuhlfahrer und Senioren gibt es neue Pauschalangebote für Ausflüge in die Eifel. Im Rahmen eines Tagesausflugs können diese Zielgruppen zum Beispiel den neuen barrierefreien Erlebnisraum "Wilder Kermeter" bei einer geführten Wanderung mit einem Nationalpark-Ranger oder zertifizierten Nationalpark-Waldführer kennen lernen. Bei den Mehrtagesangeboten sind die Gäste bei ausgezeichneten Nationalpark-Gastgebern untergebracht, die auf Barrierefreiheit geprüft sind. Mitunter ist auch die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln enthalten.

Ein Beispiel-Arrangement für Rollstuhlfahrer: Drei Übernachtungen in einer Ferienwohnung mit einer Kompaktführung durch die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang inklusive einer Mahlzeit am ersten Tag, eine Tour mit Nationalpark-Waldführern im "Wilden Kermeter" mit Nationalpark-Kartoffelsuppe, Getränk, Kaffee und Kuchen am zweiten Tag sowie eine 2-stündige Schifffahrt auf dem Rursee am dritten Tag kostet ab 162 Euro pro Kopf bei zwei Personen, darunter eine Begleitperson.

Die Nordeifel Tourismus GmbH hat die neuen Angebote in Kooperation mit dem Naturpark Nordeifel e.V. geschaffen und von der Nationalen Koordinationsstelle Tourismus für Alle e.V. (NatKo) prüfen lassen. In einem nächsten Schritt ist die Ausweitung der Angebote auf die gesamte Nationalpark-Region geplant. Nähere Informationen zu den Tages- und Übernachtungspauschalen "Nordeifel Aktiv - Natur für alle" liefert ein Flyer, der bei der Nordeifel Tourismus GmbH, Telefon: 02441/994 570 erhältlich ist. Die ausführlichen Angebote | www.eifel-barrierefrei.de

„Urlaub trotz Handicap im Dahmer Land“

Sie sind Inline-Skater, Rad- oder Rollstuhlfahrer? Dann entdecken Sie auf über 200 km feinstem Asphalt den Fläming.

Das Dahmer Land befindet sich im Gebiet der Flaeming-Skate®, Europas einmaliger Skate-Region südlich von Berlin mit verschiedenen Rundkursen in reizvoller Landschaft des Niederen Flämings.

Durch die zentrale Lage ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, das Bundesland Brandenburg zu entdecken. Nicht wegzudenken ist ein Besuch des einzigartigen Spreewaldes mit seinem über 1000 km langen Wasserwegenetz. Ein Stranderlebnis der besonderen Art ist im Tropenparadies von Tropical Islands in der größten freitragenden Halle der Welt garantiert.

Im historischen Stadtkern von Dahme/Mark können mobilitätseingeschränkte und ältere Menschen sowie Familien am Erlebnis Altstadt ohne Barrieren teilnehmen.

Entlang des grünen Gürtels an der  „eisernen“ Stadtmauer führt der barrierefreie Innenstadtrundkurs zu Freibad, Schlossruine mit barrierefreier Zuwegung, Schloss- und Tierpark, in die Kino-Café-Bar und ohne Beschränkungen in die Sportwelt. Selbst das Zentrum der Altstadt, mit historischem Rathaus, Vogelturm und Töpfermarkt, ist Dank der in den letzten Jahren geschaffenen Mischverkehrsflächen und Bordsteinabsenkungen problemlos mit dem Rollstuhl erreichbar.

Für Besucher stehen zahlreiche Hotelzimmer, selbst für größere Gruppen von Rollifahrern mit ihren Angehörigen, im Hotel Am Schlosspark in Dahme/Mark zur Verfügung. Es ist hier möglich, das mit einem Lift versehene Bewegungsbad zu nutzen, Spezialfahrräder -Tandems, Dreiräder, Anhänger wie auch einen Rollfiets auszuleihen oder sich in der Physiotherapie im Hause mit einer Ganzkörpermassage verwöhnen zu lassen. Neben Ergotherapeutin und Lernberaterin zur Lösung von Blockaden haben sich im Hotel Am Schlosspark auch Friseur, Kosmetikstudio und ein kleiner Einkaufsmarkt angesiedelt.

Während Sie sich erholen, werden pflegebedürftige Angehörige mit Handicap gern in der Seniorenresidenz, direkt neben dem Hotel im gleichen Hause, betreut. Für Rollstuhlfahrer vermittelt das Hotelpersonal barrierefreie Kahnfahrten im Spreewald sowie Kutschfahrten in die schöne Umgebung. Auch zu Angeboten des therapeutischen Reitens, zu Nordic-Walking-Kursen, Gymnastik und Rückenschulen erhalten Sie hier kompetente Auskünfte.

In der SPORTWELT in Dahme kommt man so richtig in Form. Hier gibt es zwei Indoor- u. drei Außentennisplätze, Plätze für Squash, Federball, Ballsport und Aerobic, Sauna, Solarium, das Sportwelt-Restaurant und natürlich ein Behinderten-WC. Tenniskurse für Rollifahrer sind ein Novum.

Wanderern wird empfohlen, den Waldlehrpfad „Alte Elbe“ bei Kemlitz zu erkunden.

Übernachtungen ohne Beschränkungen werden dort im AWO-Rehagut Kemlitz gern von Jugendgruppen, gemeinsam mit einzelnen behinderten Jugendlichen, gebucht. Um dem Bewegungsmangel bei Kindern entgegenzuwirken, Entspannung und eine gesunde Ernährung zu fördern, wurde die Einrichtung als Gut-.Drauf-Haus zertifiziert. Der inhaltliche Ansatz ist hier die Verbindung von Landwirtschaft, sozialpädagogischer Arbeit und Kinder- und Jugendtourismus.

Kapazitäten der Personen- und Rollstuhlbeförderung durch die Region, wie auch zum Transfer von und zu den Bahnhöfen in Jüterbog, Luckenwalde oder Uckro sind im Dahmer Land ausreichend vorhanden.

.

Sicher durch die Stadt: Aachen bietet neuen Führung für Blinde an

Aachen (nrw-tn). Menschen mit Sehbehinderungen können sich in Aachen auf einen speziellen Stadtrundgang begeben: Ein neuer Audio-Stadtführer liefert ab sofort nicht nur Wissenswertes zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern gibt auch Informationen zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr und warnt rechtzeitig vor Treppen, Bordsteinen und unebenen Bodenbelägen. Der MP3-Player mit dem Rundgang, den der Blinden- und Sehbehinderten-Verein der Städteregion Aachen gemeinsam mit dem aachen tourist service e.v. erstellt hat, steht in der Tourist Info Elisenbrunnen zur kostenlosen Ausleihe bereit. In Kürze wird die Audio-Datei auch online als Download verfügbar sein. Geplant sind außerdem Versionen in den Sprachen Englisch, Französisch und Niederländisch. www.blindenverein-aachen.de | www.aachen-tourist.de

.

 

NatKoRollstuhlfahrer Urlaubbarrierefreie Sanitäranlagen

Die deutsche Gesellschaft für Muskelkranke hat ein in Deutschland einzigartiges Konzept für barrierefreies Wohnen und Hilfsmittelberatung realisiert. Der Anbau an das Gebäude der Bundesgeschäftsstelle beherbergt neben der Sozial- und Hilfsmittelberatung zwei Probewohnungen, in denen für ein paar Tage zahlreiche technische und bauliche Speziallösungen auf ihre Eignung für den individuellen Bedarf hin ausprobiert werden können. Man sieht Herrn und Frau Winkler an, dass sie gespannt sind. Und neugierig. Dürfen sie auch sein. Immerhin sind sie knapp 300 km aus Frankfurt angereist, um die kommenden drei Tage im Appartement „Kaiserstuhl“, der größeren der beiden Probewohnungen der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke im Freiburger Ortsteil Waltershofen, zu verbringen. Herr Winkler hat Spinale Muskelatrophie, eine seltene neuromuskuläre Erkrankung, und ist seit mehreren Jahren auf einen Elektro-Rollstuhl angewiesen. Ganz „normale“ Verrichtungen des täglichen Lebens fallen ihm aufgrund der nachlassenden Muskelkraft in Armen und Beinen zunehmend schwerer. In vielem ist er auf die Hilfe seiner Frau angewiesen. Ein selbstbestimmtes und damit selbständiges Leben zu führen, stellt für ihn täglich eine neue Herausforderung dar.

Ein häufiges Problem: welches Hilfsmittel ist das richtige?

Herr Winkler und seine Frau wollen ihr Haus behindertengerecht umbauen. Dass es zahlreiche technische und bauliche Lösungen gibt, die im Alltag Erleichterung schaffen, wissen sie – aber welche sind für Herrn Winkler wirklich konkret von Nutzen? Wie den Winklers geht es vielen anderen körperlich behinderten Menschen: aus der Vielzahl von Angeboten die individuell passende Lösung herauszufinden, ist ohne Entscheidungshilfe oft nicht möglich. Die Beratungsangebote seitens der Hersteller oder der Fachhändler befriedigen nicht immer den bestehenden Informationsbedarf. Auch Ärzte können in diesem Zusammenhang nur wenig weiterhelfen. Es folgt das Procedere der Antragstellung gegenüber dem zuständigen Kostenträger, das nicht selten kompliziert und langwierig ist. Doch auch die Kostenträger haben keinen leichten Part. In Zeiten knapp bemessener Etats und ständig wechselnder gesetzlicher Bedingungen müssen die Verantwortlichen, oft ohne die Möglichkeit einer praktischen Prüfung, über den Sinn und Zweck eines Mittels entscheiden. Manche Betroffene haben eine wahre Odyssee hinter sich, bis sie, manchmal  nach mehreren Versuchen und langen Behördendiskussionen, endlich das für sie passende Mittel gefunden haben.

Warum Probewohnen?

Die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Mitglieder in einer selbstbestimmten und unabhängigen Lebensführung zu unterstützen – sei es durch Information, individuelle Beratung, durch Vermittlung von Kontakten oder durch Interessenvertretung gegenüber öffentlichen und politischen Entscheidungsträgern  Unabhängigkeit und Selbstbestimmung hängen für viele körperlich beeinträchtigte Menschen in einem hohen Maße von der Ausstattung mit geeigneten Hilfsmitteln ab. Um diesen Menschen angesichts der beschriebenen Schwierigkeiten zu einer optimalen Versorgung mit Hilfsmitteln zu verhelfen, entwickelte die DGM das Konzept des Probewohnens.

Die Idee

Das Hilfsmittelberatungszentrum der DGM versteht sich als unabhängige, nicht auf Verkauf abzielende Stelle, die Interessierte aller Anspruchsgruppen (Betroffene, Angehörige, Pflegende, Ärzte, Ergotherapeuten, Krankengymnasten oder Leistungsträger) umfassend informiert und berät. Die Probewohnungen vervollständigen dieses Konzept mit der Möglichkeit der praktischen Erprobung in einem alltagsnahen Umfeld. Darüber hinaus können in den Probewohnungen Alternativen zu einem Hilfsmittel bzw. zu baulichen Maßnahmen einem direkten Vergleich unterzogen werden. Denn die letzte Kompetenz bei der Prüfung und Bewertung eines Hilfsmittels liegt bei denjenigen, die damit im Alltag umgehen müssen: den Betroffenen und ihren Assistenten.

Die Probewohnungen

Zwei Probewohnungen warten auf Gäste: das „Appartement Tuniberg“ mit ca. 52 qm eignet sich mit Schlafzimmer, Bad und Wohnküche für bis zu drei Personen. Ein Pflegebett gehört selbstverständlich zur Ausstattung. Das WC mit Wasch- und Fönfunktion ist in der Höhe verstellbar, ebenso der unterfahrbare Waschtisch. Die Dusche ist barrierefrei und mit einem höhenverstellbaren Duschsitz sowie Handläufen ausgestattet. Höhenverstellbar sind auch die Küchenzeile in der Wohnküche und der Esstisch. Im „Appartement Kaiserstuhl“, das mit 62 qm und separater Küche Platz für maximal 4 Personen bietet, stehen zusätzlich noch eine Badewanne mit Lifter, ein Deckenlifter und verschiedene Umfeldsteuerungen zum Ausprobieren bereit. Die Wohnräume beider Wohnungen sind mit stumpfem Parkett ausgelegt, die Bäder mit rutschsicheren Fliesen. Verschiedene Türlösungen ermöglichen den direkten Alternativenvergleich für den Umbau zu Hause. Nach Bedarf und vorheriger Anmeldung kann die Pflege durch einen lokalen Pflegedienst übernommen werden. Um auch Gästen mit geringem finanziellem Spielraum das Probewohnen ermöglichen zu können, bietet die DGM neben dem normalen Übernachtungspreis einen ermäßigten Preis an. Die Winklers jedenfalls sind begeistert: Herr Winkler ist fasziniert von dem elektrischen Türantrieb, bei dem die Eingangstür mit einer Chipkarte auf und zu geht. Ihm wird dadurch das nahezu unmögliche Unterfangen erspart, selbst die schwere Tür zu öffnen und zu schließen. Auch in den Wohnungen haben beide viel Nützliches entdeckt – und auch festgestellt, womit Herrn Winkler nicht geholfen wäre bzw. Anpassungen notwendig wären.

Umfassende Beratung

Die Beraterinnen im Hilfsmittelzentrum befinden sich im ständigen Austausch mit Mitgliedern  und sich beraten lassen und den Probebewohnern. Rückmeldungen zu bestimmten Hilfsmitteln oder baulichen Konstruktionen können sie direkt in die weitere Beratungstätigkeit einfließen lassen. So können Ratsuchende von den z.T. umfangreichen Erfahrungen profitieren, die andere gemacht haben. Herr Winkler und seine Frau nehmen diesen Service während ihres Aufenthalts gerne in Anspruch. Fragen zum weiteren Krankheitsverlauf besprechen Herr und Frau Winkler mit dem medizinischen Referenten. Mit einer der Sozialberaterinnen können sie psychosoziale Aspekte der Krankheitsbewältigung klären. Nach dem Kurzaufenthalt in Freiburg sind die Winklers voll und ganz zufrieden. Sie haben wertvolle Anregungen für den Umbau zu Hause erhalten und konnten in persönlichen Gesprächen mit dem Beratungsteam viele offene Fragen bearbeiten. Für einen Ausflug in die herrliche Umgebung war trotzdem noch Zeit, so dass auch das Wohlbefinden nicht zu kurz gekommen ist. Übrigens: die Winklers haben DGM-Probewohnung bereits wieder gebucht für das nächste Jahr. Schließlich gibt es immer wieder mal was Neues. Probieren Sie doch auch mal aus, wie es sich barrierefrei wohnt!

Weitere Informationen und Buchung:

Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. DGM, Im Moos 4, 79112 Freiburg, Tel.: 07665 / 94470 Fax: 07665 / 9447-20, www.dgm.org ,e-mail: info@dgm.org

Radio Disco Hits