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statistiken

Wo Autofahrer 2012 Urlaub machten
Deutschland wieder Spitzenreiter

ADAC: Bei den Regionen ist Istrien vorne
Urlaub im eigenen Land steht bei Autourlaubern nach wie vor hoch im Kurs. Mit über 35 Prozent individuell geplanter Urlaubsreisen ist Deutschland wieder Spitzenreiter im Ranking. Zu diesem Ergebnis kommt der ADAC, der dafür rund 1,3 Millionen Routenanfragen seiner Mitglieder von Anfang Januar bis Ende September ausgewertet hat. Wer jetzt schon Details zur Planung des nächsten Urlaubs sucht, findet hilfreiche Informationen unter www.adac.de/reise_freizeit.  Mit 18,4 Prozent belegt Italien Rang zwei vor dem Drittplatzierten Kroatien (7,6 Prozent) und Österreich auf Platz vier (6,8 Prozent). Die Türkei verdrängt mit 6,2 Prozent knapp Frankreich aus den Top Five
. Bei der Regionen-Auswertung der Pkw-Reisenden konnte sich wieder Istrien durchsetzen. Südtirol rückt auf Platz zwei vor, dicht gefolgt vom Gardasee. Oberbayern fällt von Platz zwei auf Platz vier zurück. Die Region Venetien-Friaul verdrängt die Ostsee von Platz fünf. Die Camper blieben 2012 ihren gewohnten Urlaubsländern treu. Italien, Deutschland, Kroatien, Frankreich und Spanien konnten in diesem Jahr die meisten Routenanfragen bei den Gespannfahrern verzeichnen. Bei den Routenanfragen der Wohnmobilisten liegt Deutschland mit großem Abstand auf Platz eins, gefolgt von Italien, Kroatien, Frankreich und Spanien.  Bei der Regionen-Auswertung der Camper gibt es wenig Bewegung und ausländische Urlaubsgebiete dominieren. Die beliebteste Region der Wohnmobilisten und Gespannfahrer ist nach wie vor Istrien, danach folgen die Dalmatinische Küste, Venetien/Friaul, der Gardasee und Oberbayern.Die ADAC Routenplanung ist trotz zunehmender Nutzung von Navigationssystemen der meist gefragte Service des ADAC in den Geschäftsstellen und im Internet.

Alkohol im Straßenverkehr
Hände weg vom Fahrradlenker - ADAC: Auch Restalkohol kann gefährlich werden

In den nächsten Wochen starten wieder das Münchner Oktoberfest und andere Herbst- oder Weinfeste. Wer unbeschwert mitfeiern will, sollte laut ADAC Auto und Fahrrad stehen lassen. Denn eine Alkoholkontrolle durch die Polizei kann unangenehmen Folgen haben. Auto- und Motorradfahrer mit 0,5 bis 1,09 Promille Alkohol im Blut werden, auch ohne alkoholisiert aufzufallen wegen einer Ordnungswidrigkeit belangt. Das heißt in aller Regel: Geldbuße von 500 Euro, ein Monat Fahrverbot und vier Punkte in Flensburg.
Auffälliges Fahrverhalten oder ein Unfall können bereits ab 0,3 Promille eine Straftat darstellen. Dies wird mit einem Fahrverbot oder mindestens sechs Monaten Führerscheinentzug und sieben Punkten in Flensburg belangt. Kraftfahrer
, die mit 1,1 Promille oder mehr aus dem Verkehr gezogen werden, gelten als absolut fahruntüchtig. Auch ohne alkoholtypisches Fehlverhalten im Straßenverkehr liegt hier eine Straftat vor. Es droht eine hohe Geldstrafe, bei Wiederholungstätern sogar Freiheitsstrafe. Die Fahrerlaubnis wird für mindestens sechs Monate entzogen. Ähnliches gilt für Radfahrer, die betrunken erwischt werden. Hier liegt die absolute Fahruntüchtigkeit bei 1,6 Promille. Ferner verlieren sie den Führerschein, wenn die vorgeschriebene medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) zu dem Ergebnis kommt, dass wegen eines problematischen Konsumverhaltens keine Fahreignung besteht.
Am Morgen nach einem bierseligen Festbesuch ist man häufig noch nicht voll fahrtüchtig. Der Körper baut nur etwa 0,1 Promille
Alkohol pro Stunde ab. Deswegen: nach durchzechter Nacht immer öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Auch sogenannte Promillekiller sollten laut ADAC nicht überbewertet werden. Wer glaubt, sich durch eine üppige Mahlzeit eine Grundlage für seinen Bier- oder Weingenuss schaffen zu können, irrt. Ein voller Magen kann die Aufnahme des Alkohols nicht verhindern, sondern bestenfalls verzögern. Tee und Kaffee machen nicht nüchtern, sondern wach. Und Tabletten beschleunigen den Alkoholabbau keineswegs, vielmehr können sie Übelkeit und Durchfall auslösen.

Weniger Unfälle - mehr Tote

ADAC: Zahl der tödlich Verunglückten steigt auf über 3 900

Die Zahl der Verkehrstoten wird im Jahr 2011 erstmals seit zwei Jahrzehnten wieder steigen. Nach einer vorläufigen Schätzung des ADAC kamen auf deutschen Straßen in diesem Jahr 3 910 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Im Vergleich zum Vorjahr, als 3 648 Menschen tödlich verunglückten, ist dies ein Zuwachs von 7,2 Prozent. Hauptgrund für den deutlichen Anstieg war laut ADAC die milde Witterung Anfang des Jahres. Zudem sind die Motorradfahrer aufgrund des trockenen Frühlings besonders früh in die Saison gestartet. Beides trug zu einer Zunahme der Verkehrstotenzahl in der ersten Jahreshälfte bei.

Steigen wird nach Angaben des ADAC auch die Zahl der bei Verkehrsunfällen verunglückten Menschen. Hier rechnet der Club mit einer Zunahme von 4,1 Prozent auf voraussichtlich 390 000. Während die Zahl der Unfälle insgesamt um 2,5 Prozent auf 2 350 000 sinken wird, ist bei den Unfällen mit Personenschaden ein Anstieg um 4,4 Prozent auf 301 000 zu verzeichnen.

Trotz der negativen Entwicklung bleibt Deutschland zum zweiten Mal seit Einführung der Verkehrsstatistik unter der Marke von 4 000 Verkehrstoten. Damit wurde das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Unfallstatistik im Jahr 1950 erreicht. Gleichwohl zeigen die schlechteren Zahlen nach Ansicht des ADAC, dass es künftig noch größerer Anstrengungen bei der Verkehrssicherheitsarbeit bedarf. So gilt es vor allem, die Verkehrserziehungsaktionen der Polizei, des ADAC und anderer Organisationen weiter auszubauen. Zudem fordert der Club, die Ausbildung junger Fahranfänger, die ein besonders hohes Unfallrisiko haben, über den eigentlichen Führerscheinerwerb hinaus zu verlängern. Auch die modernen Sicherheitssysteme in den Fahrzeugen müssen weiterentwickelt und Unfallschwerpunkte an Straßen entschärft werden.

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Überladene Fahrzeuge: Damit der Urlaub nicht im Graben endet
Völlig verändertes Fahrverhalten bei Autos mit zu viel Zuladung
Mit zu viel Reisegepäck im Kofferraum und auf dem Dach verändern sich die Fahreigenschaften eines Autos erheblich. Die Fahrt in den Urlaub wird dann schnell zum Sicherheitsrisiko. Das machen Fahrversuche des ADAC deutlich. Am Beispiel eines überladenen Skoda Octavia Kombi mit montierter Dachbox zeigte sich, dass Fahrzeuge beim Ausweichen mit 90 km/h dann nicht mehr vollständig kontrollierbar sind. Das ESP brachte bei dem mit 80 Kilogramm überladenen Fahrzeug, bei dem außerdem noch das Gepäck ungünstig positioniert war, keine ausreichende Stabilität mehr. Dennoch kippte das überladene Auto bei diesem Test nicht.
Moderne Fahrwerke wie das des Versuchsfahrzeugs können viel. Dies ändert sich
aber schnell, wenn die Beladungsgrenzen voll ausgenutzt oder das Auto deutlich überladen wird. Damit der Autofahrer einen Anhaltspunkt über die tatsächliche Beladung seines Fahrzeugs bekommt, sollte er vor allem die schweren Gepäckstücke vor der Reise wiegen. Gängige Zuladungswerte liegen zwischen 400 und 500 Kilogramm. Sie sind schnell erreicht, wenn man das Gewicht der Mitfahrer einbezieht. Der Autofahrer selbst ist bei dem im Fahrzeugschein angegebenen Leergewicht bereits mit 75 Kilogramm berücksichtigt.
Bezüglich der Dachbeladung sind die festgelegten Gewichtsgrenzen zwingend einzuhalten. Die Angaben stehen in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs. Die Dachbox sollte möglichst mit leichtem Gepäck gefüllt werden, weil sie den Schwerpunkt und damit
das Fahrverhalten des Autos verändern kann. Schweres Gepäck kommt in den Kofferraum, und zwar möglichst weit nach unten - dort sind die Gepäckstücke bei einem etwaigen Verkehrsunfall besser aufgehoben. Denn: Ein niedriger Schwerpunkt bringt dem Fahrzeug mehr Stabilität.

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ADAC: Genau hinsehen lohnt sich
Gebrauchtwagenkauf
Wichtige Grundregeln sollten immer beachtet werden
Nicht jeder Mangel kann beim Gebrauchtwagenkauf sofort mit dem bloßen Auge erkannt werden. Damit der Autokauf nicht zu einem „teuren Vergnügen“ wird, sollten folgende Grundregeln des ADAC beachtet werden:
Serviceheft: Genau prüfen, ob alle vorgeschriebenen Wartungen durchgeführt und dokumentiert wurden. Wartungsarbeiten sollten durch Kopien der Rechnungen belegt sein.
Kilometerstand: Wer die auf TÜV-Prüfbelegen, Reparatur- und Wartungsrechnungen, Ölwechsel-Anhängern usw. genannten Kilometerstände betrachtet, kann daraus eine durchschnittliche monatliche Laufleistung errechnen. Wenn diese in der Zeit vor dem Verkauf des Autos deutlich gesunken ist, könnte eine Tacho-Manipulation vorliegen.
Lack: Der Lack des Autos sollte glänzen, keine matten Stellen haben oder Risse
aufweisen. Karosserieteile sollten die gleiche Farbe haben. Leichte Farbunterschiede deuten oft auf reparierte Unfallschäden hin.
Innenraum: Durch professionelle Aufbereitung lassen sich viele Abnutzungsspuren unsichtbar machen. Deshalb sollten Ecken und Ritzen, genau angeschaut werden.
Motor: Ein Blick unter die Motorhaube offenbart mitunter einen verdreckten Motorraum mit deutlichen Rostansätzen. Dies deutet auf eine unzureichende Pflege hin.
Reifen sollten nicht älter als sechs Jahre sein und keine Beschädigungen aufweisen. Die Dimension muss den Papieren entsprechen. Außerdem sollte man Nachfragen, ob ein zusätzlicher Satz Winter- oder Sommerreifen verfügbar ist. Profiltiefe: Mindestens vier Millimeter.
Probefahrt ist immer Pflicht! Aber: Nicht nur auf Landstraße und
Autobahn fahren, sondern auch in der Stadt. Dort zeigt sich gut, ob die Lenkung schwergängig ist oder ob das Fahrwerk auf Kopfsteinpflaster poltert.
Vor dem Kauf das Auto einem Kfz-Sachverständigen zeigen oder einem ADAC-Prüfzentrum vorführen! Fachleute spüren mögliche Mängel auf und können beurteilen, ob der geforderte Preis angemessen ist.
Je nach Verkäufer (gewerblich oder privat) ist ein entsprechender Kaufvertrag erforderlich. Der ADAC bietet einen solchen Vertrag zum Download auf www.adac.de an.

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Wer an fremden Fahrzeugen mit Visitenkarten für einen Autoankauf wirbt, muss mit einem gehörigen Bußgeld rechnen. So urteilte jüngst das OLG Düsseldorf (Az. IV-4RBs-25/10). Demnach musste ein Autohändler 200 Euro Strafe zahlen, weil er ohne Genehmigung der Stadt seine Visitenkarten auf Parkplätzen hinter Scheibenwischern anbrachte. Die Richter des Düsseldorfer OLG hatten dies damit begründet, dass das Anbringen von Werbung auf öffentlichen Parkplätzen nur dem gewerblichen Zweck diene.

Laut ADAC ist bei vielen Autohändlern, die „wild“ mit Visitenkarten werben, höchste Vorsicht geboten. Eine Umfrage des Automobilclubs hat ergeben, dass knapp 75 Prozent der Befragten unzufrieden mit den Kaufangeboten waren.

Der ADAC rät daher, sich keinesfalls von derartigen Händlern überrumpeln zu lassen. Wer sein Auto privat verkaufen möchte, sollte das Fahrzeug unbedingt von einem Experten begutachten zu lassen. Beim Verkauf sollte auf alle Fälle ein Vertragsformular mit einem Haftungsausschluss verwendet werden. Damit wird verhindert, dass der Verkäufer für Mängel am Fahrzeug zwei Jahre lang haftet. Die Musterverträge sind beim ADAC erhältlich.

Quelle: ADAC

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Wenn Reißverschluss und Bushaltestelle Probleme machen

ADAC informiert über das richtige Verhalten im Straßenverkehr

Es gibt Situationen im Straßenverkehr, in denen viele Verkehrsteilnehmer nicht genau wissen, was richtig oder falsch ist. Viele Auto- und Motorradfahrer verhalten sich in kniffligen Situationen oftmals falsch. Denn wer weiß, Jahre nach dem Führerscheinerwerb, was beim Einfädeln im Reißverschlussverfahren zu beachten ist oder beim „Vorbeischlängeln“ an Autos mit dem Motorrad. Außerdem gibt es über die Jahre immer wieder gesetzliche Änderungen, wie etwa beim Überholen an einer Bushaltestelle. Der ADAC informiert darüber, wie diese drei Situationen richtig gemeistert werden.

Überholen an der Bushaltestelle: Steht ein Bus mit Warnblinkern an einer Haltestelle, darf dieser nur mit Schrittgeschwindigkeit überholt werden. Auch der Gegenverkehr muss Schritttempo fahren. Fährt ein Bus mit eingeschalteter Warnblinkanlage an eine Haltestelle heran, gilt für den nachfolgenden Verkehr ein Überholverbot.

Einfädeln im Reißverschlussverfahren: Verengen sich zwei Fahrspuren zu einer, müssen die Autofahrer eigentlich im Reißverschlussverfahren einfädeln und auch einfädeln lassen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Drängeleien und Unfällen. Deshalb ist vor allem zu beachten, dass das Einfädeln erst unmittelbar vor der Engstelle erfolgt. Der Spurwechsel muss jedoch rechtzeitig durch Blinken angekündigt werden. Das Reißverschlussprinzip gilt übrigens auch dann, wenn kein Schild ausdrücklich darauf hinweist.

Durchschlängeln mit dem Motorrad: Darf sich ein Zweiradfahrer an wartenden Autos vorbei bis an die Ampel durchschlängeln? Für Fahrer von Motorrädern gilt hier ein klares „Nein“. Anders bei Fahrrad- und Mofafahrern: Sie dürfen die wartenden Fahrzeuge auf der ganz rechten Spur überholen, allerdings nur dann, wenn genügend Platz vorhanden ist. Bevor die durchgezogenen Linien vor den Ampeln beginnen, müssen sich die „Schlängler“ ihrer Fahrtrichtung entsprechend auf der richtigen Spur einordnen.

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Vorsicht beim Autokauf im Internet
Kriminelle Tricks: ADAC gibt Tipps zum Schutz vor Betrügern

Käufer und Verkäufer von Autos werden immer häufiger Opfer von Internet-Betrügern. Da 90 Prozent aller Gebrauchtwagen online angeboten werden, tummeln sich auf dem virtuellen Marktplatz zahlreiche Gauner. Sechs Millionen deutsche Internet-Nutzer wurden laut BKA bei Online-Einkäufen bereits betrogen. Um gefeit zu sein, hat der ADAC mit den Portalen „mobile.de“ und „AutoScout24“ sowie der Polizei die Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ gegründet. Hier die bekanntesten Betrugsmethoden und wie man sich vor ihnen schützt: Vorsicht bei Vorkasse! Die Anzeigenmärkte im Internet prüfen weder die Identität des Käufers, dessen Zahlungsfähigkeit, noch das Vorhandensein des Fahrzeugs. Der ADAC rät den Kaufpreis
erst dann zu zahlen, wenn die Papiere und der Schlüssel ausgehändigt sind. Unzuverlässig sind Zulassungsbescheinigungen oder amtliche Dokumente per Mail. Sie können leicht digital gefälscht werden. Keinesfalls sollten Informationen zum Versicherungsverhältnis herausgegeben werden. Auf Fotos, die ins Internet gestellt werden, sollte das Kfz-Kennzeichen unkenntlich gemacht werden. Vorsicht beim Versand einer Kaufvertragsbestätigung per E-Mail. Diese hat im Zweifelsfall Bestand vor Gericht. Daher sollte mit Antworten auf unaufgeforderte E-Mails potenzieller Interessenten sehr achtsam umgegangen werden. Es wird empfohlen, in den E-Mails den vollständigen Sachverhalt und den Grund für die E-Mail zu schildern und den gesamten E-Mail-Verkehr zwischen Verkäufer und dem Interessenten aufzubewahren.
Misstrauen ist immer angesagt, wenn ein Verkäufer nur per E-Mail erreichbar ist und er keine Telefonnummer angegeben hat. Mit so genannten „Phishing-Mails“ versuchen Betrüger an vertrauliche Daten des Verkäufers zu kommen. Sie fälschen die Mails, indem sie sich als vertrauenswürdige Person ausgeben. Um sich zu schützen, ist die Weitergabe von Daten und Passwörtern folglich tabu. Diese und weitere Tipps sind unter www.adac.de nachzulesen.

Einfach wissen wie es geht: Erste-Hilfe-Kurse

ADAC: Rettungskarte an Bord holen und Verbandkasten prüfen

Wer sich ans Steuer setzt, sollte nicht nur die Verkehrsregeln kennen, sondern auch fit in Erster Hilfe sein. Nach Ansicht des ADAC zögern immer noch zu viele Menschen, Verletzten zu helfen. Zu groß ist die Angst, etwas falsch zu machen. Der ADAC bietet daher zusammen mit dem DRK und den Maltesern lebensrettende Kurse an. In zwei Lehrgängen à 45 Minuten kann jeder kostengünstig lernen, was am Unfallort zu tun ist oder bereits vorhandenes Wissen auffrischen. Vermittelt wird das richtige Absichern der Unfallstelle, das Retten aus der Gefahrenzone und das Absetzen des Notrufs. Zudem wird gelehrt, wie man einen Verletzten versorgt, bis professionelle Hilfe eintrifft, inklusive der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Auf der Homepage des ADAC sind unter www.adac.de/erstehilfe alle Informationen und Ansprechpartner für diese Kurse abrufbar. Eine Schwachstelle im Fahrzeug stellt häufig der Verbandkasten dar. Meist darf die Bordapotheke nicht länger als fünf Jahre verwendet werden. Ist das Verfallsdatum überschritten, müssen alle abgelaufenen Artikel ausgetauscht werden. Verschiedene ADAC-Regionalclubs bieten in ihren Geschäftsstellen günstige Verbandkästen oder Austauschsets an. Wichtig ist zudem, den Verbandkasten griffbereit zu haben. Zur eigenen Vorsorge sollte es gehören, eine Rettungskarte im Fahrzeug mitzuführen. Für die Helfer gibt es nach einem Crash oft Probleme an die Unfallopfer heranzukommen. Vor allem bei schweren Unfällen müssen eingeklemmte Personen schnellstens aus dem Fahrzeug befreit werden. Auf der Rettungskarte sind alle wichtigen Informationen für die Feuerwehrleute hinterlegt, wie ein Fahrzeug aufgeschnitten werden kann. Der ADAC bietet unter www.rettungskarte.de direkte Links zu den Herstellern an. Der Ausdruck sollte hinter der Fahrersonnenblende befestigt sein. Noch ein Tipp zum Schluss: Damit im Notfall der Rettungsdienst die nächsten Angehörigen oder eine Bezugsperson umgehend verständigen kann, wird empfohlen, diese Namen und Telefonnummern unter der internationalen Bezeichnung ICE (In Case of Emergency) im Adressbuch des Mobiltelefons abzuspeichern.

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Mit dem Auto ins Ausland
Urlaubsknöllchen können schnell teuer werden
ADAC informiert über Regeln und Strafen in Urlaubsländern
Wer mit seinem Auto ins Ausland fahren will, muss sich trotz eines zusammenwachsenden Europas auf abweichende Verkehrsregeln und vielfach höhere Bußgelder als zu Hause einstellen. Um böse Überraschungen in Form von Urlaubsknöllchen zu vermeiden, sollten sich Urlauber vor Fahrtantritt informieren, welche Besonderheiten im Reiseland gelten. Der ADAC weist auf aktuell besonders häufige Problemfälle hin und gibt Tipps, wie man Ärger vermeiden und die Urlaubskasse schonen kann.
Zahlreiche italienische Innenstädte sind für den touristischen Autoverkehr gesperrt.
Jede Stadt hat unterschiedliche Regelungen, was Ausnahmen etwa für Touristen (z.B. Anfahrt zu Hotels) betrifft. Die Beschilderung dieser „Zone a Traffico limitato / ZTL“ ist
meist unübersichtlich und auf Anhieb schwer zu durchschauen. Fährt man versehentlich in eine gesperrte Zone, droht eine Bußgeld von rund 100 Euro. Deshalb das Auto am besten außerhalb der historischen Innenstädte parken.
Ist vor der Urlaubsreise der TÜV abgelaufen, kann es ebenfalls zu Problemen kommen. Ungarische, tschechische und polnische Polizeibehörden verhängen in diesen Fällen immer wieder hohe Bußgelder oder legen sogar das Kfz still.
Obwohl dies grundsätzlich unzulässig ist, erspart es viel Ärger, wenn die fällige Hauptuntersuchung noch vor der Fahrt ins Ausland durchgeführt wird.
Vorsicht ist nach Angaben des Clubs auch in Ländern geboten, in denen bei Autobahnbenutzung eine
Vignette anzubringen ist: In Österreich kostet sowohl das Fahren ohne Vignette, als auch die falsche Anbringung der Vignette mindestens 120 Euro, in Slowenien werden dafür sogar 300 Euro kassiert und vielfach auch die Fahrzeugpapiere einbehalten.
Bei Tempolimitverstößen werden Urlauber kräftig zur Kasse gebeten: Bei 11 km/h zu schnell sind in der Schweiz 250 Franken (rund 200 Euro) fällig, in Norwegen sogar rund 330 Euro, auch in Italien wird die Urlaubskasse mit knapp 160 Euro belastet.
Bußgeldbescheide aus dem Ausland werden oft Wochen oder erst Monate nach dem Urlaub zugestellt, diese sollten jedoch nicht achtlos weggeworfen werden: Eine neue EU-Regelung ermöglicht seit 2010 auch hierzulande die Eintreibung
nicht bezahlter Auslandsknöllchen.

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Der Alptraum jedes Autofahrers: Bei der Rückkehr zum Parkplatz hat der Wagen einen Kratzer oder eine Delle. Ein Zettel hinter dem Scheibenwischer ist oftmals der einzige Hinweis - manchmal fehlt vom Täter aber auch jede Spur. Hat man da Pech oder gibt es auch bei kleinen Kratzern Aussicht auf Schadensersatz? Der Hamburger Rechtsschutzversicherer Advocard beantwortet die wichtigsten Fragen. Kavaliersdelikt Fahrerflucht? Anja-Mareen Knoop, Advocard-Rechtsexpertin: "Fahrerflucht ist eben kein Bagatellvergehen, im Gegenteil: Laut §142 des Strafgesetzbuches handelt es sich bei unerlaubtem Entfernen vom Unfallort um eine Straftat, die entsprechend geahndet wird." Die Konsequenzen können bis zu sieben Punkte in der Flensburger Verkehrszentraldatei und der Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate sein. Darüber hinaus kann auch eine Geldstrafe von bis zu 60 Tagessätzen oder 5000 Euro erhoben werden. Die Polizei ermittelt doch nicht wegen so was! Weit gefehlt. Wird der Schaden angezeigt, wird auch ermittelt - und das ziemlich erfolgreich. Besonders wenn es Zeugen oder Spuren gibt, die Rückschlüsse auf Fahrzeugtyp, Baujahr oder Farbe zulassen, werden alle Halter eines solchen Fahrzeuges in der Gegend überprüft. Bei Übereinstimmung mit dem gesuchten Fahrzeug sind die am Unfallort sichergestellten Spuren eindeutige Beweise. Das richtige Verhalten : Wurde ein Auto auch nur berührt - ob es beschädigt ist oder nicht, ist unerheblich - darf sich der Fahrer immer erst nach Ablauf einer angemessenen Wartezeit vom Unfallort entfernen. "Welche Wartezeit als angemessen gilt, kann nicht im Detail festgelegt werden. Das Gesetz verlangt eine "den Umständen" angemessen Zeit. Was darunter zu verstehen ist, hängt unter anderem von den Umständen wie Schwere des Unfalles, Höhe des Schadens, Tageszeit, Witterung und auch beispielsweise der Verkehrsdichte ab. Bei alltäglichen Fällen ist in der Regel eine 30-minütige Wartezeit ausreichend", so die Advocard-Juristin Anja-Mareen Knoop. Anja-Mareen Knoop, Leiterin der Rechtsabteilung bei Advocard, rät Betroffenen: "Selbst bei Hinterlassung der Personalien, handelt es sich noch immer um Fahrerflucht. Ist die Wartezeit erfolglos verstrichen, sollten Sie in jedem Fall, auch bei kleinen Schäden sofort die Polizei benachrichtigen, um kein Risiko einzugehen." (Quelle:  Advocard Rechtsschutzversicherung AG)

Bundesgerichtshof entscheidet zum Leistungskürzungsrecht des Versicherers bei grober Fahrlässigkeit (hier:Trunkenheitsfahrt)
Der Kläger nimmt die Beklagte aus einer bei dieser bestehenden Fahrzeugvollversicherung wegen eines Unfalls in Anspruch. Am 13. Juli 2008 kam der sich auf einer Rückfahrt von einem Rockkonzert befindende Kläger gegen 7.15 Uhr mit seinem PKW außerorts in einer Kurve nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Laternenpfahl, wodurch am Fahrzeug ein Schaden von ca. 6.400 € entstand. Eine um 8.40 Uhr durchgeführte Blutentnahme ergab eine Blutalkoholkonzentration von 2,70 Promille. Im anschließenden Strafverfahren wurde der Kläger wegen fahrlässigen Vollrausches verurteilt. Die Beklagte verweigerte jede Leistung.
Die Klage wurde in den Vorinstanzen abgewiesen. Die Revision, mit der der Kläger sein Begehren weiter verfolgt hatte
, hat Erfolg.
Mit dem heutigen Urteil hat der u. a. für das Versicherungsrecht zuständige IV. Zivilsenat entschieden, dass ein Leistungskürzungsrecht des Versicherers nach § 81 Abs. 2 VVG* wegen grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalles ausscheidet, wenn der Versicherungsnehmer unzurechnungsfähig war. Dies kam hier für den Zeitpunkt des Unfalls wegen der hohen Blutalkoholkonzentration des Klägers sowie weiterer Indizien (Blutentnahmeprotokoll, Angaben der den Unfall aufnehmenden Polizeibeamten) in Betracht. Da das Berufungsgericht hierzu keine Feststellungen getroffen hat, war das Urteil bereits aus diesem Grund aufzuheben und der Rechtsstreit zurückzuverweisen. Sollte eine Unzurechnungsfähigkeit des Klägers im Zeitpunkt des Unfalls vorgelegen haben, so kann der Vorwurf
der grob fahrlässigen Herbeiführung des Versicherungsfalles allerdings auch an ein zeitlich früheres Verhalten anknüpfen. Das ist der Fall, wenn der Versicherungsnehmer vor Trinkbeginn oder in einem Zeitpunkt, als er noch schuldfähig war, erkannt oder grob fahrlässig nicht erkannt hat, dass er im Zustand der Unzurechnungsfähigkeit einen Versicherungsfall herbeiführen wird. Hierfür ist maßgeblich, ob und welche Vorkehrungen der Kläger, der mit dem PKW unterwegs war und beabsichtigte, Alkohol zu trinken, getroffen hatte, um zu verhindern, dass er die Fahrt in alkoholisiertem Zustand antreten oder fortsetzen wird.
Sollte nach den noch zu treffenden Feststellungen von einer grob fahrlässigen Herbeiführung des Versicherungsfalles durch
den Kläger auszugehen sein, so ist der Versicherer nach der durch das Gesetz über den Versicherungsvertrag vom 23. November 2007 (BGBl. I S. 2631) zum 1. Januar 2008 eingeführten Vorschrift des § 81 Abs. 2 VVG berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens des Versicherungsnehmers entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Anders als die frühere Regelung des § 61 VVG a.F., die bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalles kraft Gesetzes eine vollständige Leistungsfreiheit des Versicherers vorsah ("Alles-oder-Nichts-Prinzip"), enthält § 81 Abs. 2 VVG nunmehr eine Quotenregelung. In der Rechtsprechung der Instanzgerichte und im juristischen Schrifttum ist streitig, ob die Neuregelung dem Versicherer die Möglichkeit eröffnet, seine Leistung gänzlich zu versagen oder ob in jedem Fall eine zumindest anteilige Quote des Schadens zu ersetzen ist. Der Bundesgerichtshof hat nunmehr entschieden, dass der Versicherer bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalles durch den Versicherungsnehmer in Ausnahmefällen die Leistung vollständig versagen darf, sog. Kürzung auf Null. Das kann bei absoluter Fahruntüchtigkeit in Betracht kommen, bedarf aber immer der Abwägung der Umstände des Einzelfalles.
*§ 81 VVG Herbeiführung des Versicherungsfalles
Der Versicherer ist nicht zur Leistung verpflichtet, wenn der Versicherungsnehmer vorsätzlich den Versicherungsfall herbeiführt.
Führt der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall grob fahrlässig herbei, ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere
des Verschuldens des Versicherungsnehmers entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Urteil vom 22. Juni 2011 - IV ZR 225/10
LG Chemnitz - Urteil vom 26. Februar 2010 - 4 O 1277/09 OLG Dresden - Urteil vom 15. September 2010 - 7 U 466/10

ADAC Tunneltest 2012: Katastrophen-Tunnel Tauern jetzt Spitze
Testverlierer kommt aus der Schweiz
Sanierung lohnt sich - das zeigen die guten Ergebnisse des diesjährigen ADAC Tunneltests. In der aktuellen Untersuchung fällt keiner der zehn getesteten Tunnel durch, zwei Röhren schneiden mit „sehr gut“, sechs mit „gut“ und zwei mit „ausreichend“ ab.
Testsieger ist der bereits zum dritten Mal getestete Tauerntunnel in Österreich, international bekannt geworden durch den verheerenden Tunnelbrand im Jahr 1999 mit zwölf Toten und 42 Verletzten. Der Tunnel an der A10 von Salzburg nach Villach erreicht nach dem ADAC Urteil „bedenklich“ im Katastrophenjahr jetzt ein „sehr gut“. Wesentlicher Grund für die Top-Bewertung: die neue, erst im vergangenen Jahr eingeweihte zweite Röhre. Im Gegensatz
zu früher fährt damit der Verkehr nur noch in jeweils eine Richtung, dazu kommt modernste Technik wie etwa eine lückenlose Verkehrsüberwachung. Außerdem verfügt der Tauerntunnel über geschultes Personal in der Leitzentrale, das im Notfall auf eine gut ausgestattete Feuerwehr zurückgreifen kann.
Der Testverlierer Isla Bella kommt aus der Schweiz und erhält die Note „ausreichend“. Der Tunnel an der A13 von St. Margrethen nach Bellinzona konnte sich damit nach dem ADAC Urteil „bedenklich“ im Jahr 2000 verbessern. Gravierende Mängel sind aber immer noch die fehlenden zusätzlichen Flucht- und Rettungswege, da der Verkehr nach wie vor nur durch eine Röhre geleitet wird.
Der Bau eines separaten Fluchtstollens ist jedoch für 2018/19 geplant.
In Deutschland wurden zwei Tunnel getestet. Der Allacher Tunnel auf der A99 (Autobahnring München) erzielte die Note „gut“. Der Wattkopf Tunnel auf der L562 (Umgehung Ettlingen bei Karlsruhe) schnitt 2004 noch mit „mangelhaft“ ab. Jetzt wurden die meisten Mängel beseitigt, die Röhre erzielte ein „gut“.
Die häufigsten Mängel im ADAC Test gab es in den Kategorien Verkehr und Verkehrsüberwachung, Flucht- und Rettungswege sowie Brandschutz. In jedem zweiten Tunnel fehlten Pannenbuchten oder Seitenstreifen sowie Lautsprecher an den Notausgängen und Portalen.
Die erfreuliche Tendenz beim diesjährigen Test bestätigt, dass Europas Röhren immer sicherer
werden. Aber immer noch bedarf es hartnäckiger Anstrengungen, damit sich Autofahrer in ganz Europa im Tunnel sicher fühlen können. Deshalb fordert der ADAC weiter nachzurüsten, um bis zum Jahr 2014 alle wichtigen Tunnel Europas auf den einheitlichen Mindeststandard nach EU-Richtlinie zu bekommen.

Richtiges Verhalten an der Unfallstelle: Gaffern drohen bis zu 5000 Euro Strafe
ADAC gibt Tipps zur Ersten Hilfe und Rettungsgasse

Wer als Ersthelfer an eine Unfallstelle kommt, ist häufig verunsichert, wie er sich richtig verhalten soll. Prinzipiell gilt, dass die Eigensicherung immer Vorrang hat. Für die schnelle Hilfe vor Ort gibt der ADAC folgende Tipps:
Sieht man einen Unfall, sofort die Warnblinkanlage einschalten und in sicherem Abstand zur Unfallstelle auf dem Standstreifen anhalten.

Warnweste anziehen, vorsichtig aussteigen, möglichst hinter der Leitplanke laufen und das Warndreieck mindestens 100 Meter (auf der Autobahn 150 Meter) vor der Unfallstelle aufstellen.

Über die Nummer 112 einen Notruf absetzen, der folgende Informationen beinhaltet: Wo hat sich der Unfall ereignet? Was ist passiert? Wie viele Personen sind beteiligt? Welche Verletzungen gibt es? Wichtig: Rückfragen der Notrufzentrale abwarten.

Wer geschult ist, sollte zuerst die lebenswichtigen Funktionen des Unfallopfers überprüfen. Bei Bewusstlosigkeit und normaler Atmung den Betroffenen in die stabile Seitenlage bringen. Atmet das Unfallopfer nur noch unregelmäßig oder gar nicht, die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen. Starke Blutungen mit einem Druckverband stillen und gegebenenfalls unter Schock stehende Personen betreuen.

Wer nicht geschult ist und sich keine Sofortmaßnahmen am Unfallort zutraut, sollte die Unfallopfer dennoch nicht alleine lassen bis die Rettungskräfte eintreffen.

Wer nach einem Unfall im Stau steht, ist verpflichtet, eine Rettungsgasse zu bilden. Das heißt, alle Autos auf der linken Fahrspur halten sich möglichst links, alle anderen fahren nach rechts. Für ankommende Rettungsfahrzeuge ist der Standstreifen als Rettungsweg nicht geeignet, da er oft nicht durchgehend ausgebaut ist oder von liegengebliebenen Fahrzeugen blockiert wird.
Gaffen statt zu helfen, ist nicht nur rücksichtslos und gefährlich, sondern kann auch teure Konsequenzen haben. Das Bußgeld reicht von 40 bis zu 5000 Euro, wenn Einsatzkräfte behindert werden.
Der ADAC empfiehlt  auch zur eigenen Sicherheit - regelmäßig einen Erste Hilfe Kurs zu besuchen. Weitere Informationen zum Thema gibt es
unter www.adac.de/erstehilfe.
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BGH sorgt für Klarheit bei Sachverständigenkosten

Bad Windsheim (ARCD), 09. Februar 2012 - Bei der Frage, ob und wie nach einem Verkehrsunfall Sachverständigenkosten aufzuteilen sind, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu unterschiedlichen Gerichtsentscheidungen. Mit seinem am Montag verkündeten Urteil (Az: VI ZR 133/11) schuf der Bundesgerichtshof (BGH) jetzt Klarheit.

Für das Gericht ist unstrittig, dass der Schädiger grundsätzlich die Kosten für einen Sachverständigen zu ersetzen hat, „soweit eine Begutachtung erforderlich und zweckmäßig ist“. Was aber gilt, wenn der Fahrzeughalter an dem Unfall eine Mitschuld trägt und der Haftungsschaden zwischen den Unfallbeteiligten nach einer Quote aufgeteilt wird? Der für das Schadensersatzrecht zuständige VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes beschloss in seinem aktuellen Urteil, dass die Sachverständigenkosten zwischen den Beteiligten ebenso wie die übrigen Schadenspositionen des Geschädigten „nur im Umfang der Haftungsquote zu ersetzen sind“ - also anteilig. In früheren Urteilen hatte das OLG Frankfurt a. M. (Az: 22 U 67/09) gegen eine Quotelung, das OLG Celle (Az: 14 U 47/11), wie mehrere andere Gerichte, für eine solche entschieden. ARCD

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ARCD: Blinkmuffel gefährden sich und andere Verkehrsteilnehmer

Bad Windsheim (ARCD) - Diese Situation kennt fast jeder Autofahrer auf Fernstraßen und Autobahnen: Beim Überholen wechselt plötzlich ein Fahrzeug die Spur, ohne den Richtungswechsel anzuzeigen. Andere Fahrer blinken erst im letzten Moment, wenn die Räder bereits eingeschlagen sind. Auch ein kurzes Antippen des Blinkhebels reicht vielen Autofahrern aus.

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) verlangt aber deutliche Blinksignale, wenn die Fahrtrichtung geändert, an einem Hindernis vorbeigefahren oder die Spur gewechselt wird.

Auch beim Herausfahren aus einer Parklücke ist der Blinker vorgeschrieben. Darauf weist der ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland hin. Eine Ausnahme gilt bei Einfahrt in einen Kreisverkehr - Blinken ist dort laut StVO ausdrücklich untersagt. Das ist auch sinnvoll, weil nachfolgende Fahrer glauben könnten, das vordere Fahrzeug verlasse gleich wieder den Kreisel. Bei der Ausfahrt bleibt es hingegen beim Blinkgebot.

Nach Beobachtungen des ARCD sind viele Blinkmuffel auf Deutschlands Straßen unterwegs.

Sie gefährden sich und andere Verkehrsteilnehmer. Untersuchungen und Umfragen belegen, dass nur etwa zwei von drei Autofahrern Richtungsänderungen und Spurwechsel nach Vorschrift signalisieren. Als Ursachen für Fehlverhalten fanden Experten vor allem Vergesslichkeit, Überheblichkeit und Egoismus bei den Blinksündern heraus. Einen weiteren Grund sehen Experten in einer zu geringen Abschreckung durch zu wenig Kontrollen und geringe Sanktionen. Blinkmuffeln drohen maximal bis zu 35 Euro Bußgeld für ihr Fehlverhalten.

Richtig teuer kann es jedoch werden, wenn ein Unfall passiert. Dann kann Falschblinker sogar die Alleinschuld treffen, wie Gerichte in der Vergangenheit urteilten.

Besser rechts als ängstlich links

Richtig durch die Baustelle

ADAC gibt Tipps zum Fahren in Autobahnbaustellen

Im vergangenen Jahr sind nach Informationen des ADAC 18 Menschen bei Verkehrsunfällen in Autobahnbaustellen ums Leben gekommen. Hunderte wurden zum Teil schwer verletzt. Um die Autofahrer während der Hauptreisezeit zu entlasten und zudem nicht unnötigen Gefahren auszusetzen, wurde die Bautätigkeit auf den Hauptreiserouten eingeschränkt. Trotzdem wird derzeit laut Automobilclub auf einer Gesamtlänge von 1 000 Kilometer Autobahn gebaut. Der ADAC hat Tipps zusammengestellt, wie man sicher durch die Engstellen fährt.

Vor der Fahrt über Baustellen auf der Route informieren. Baustellenbedingte Staus können so gegebenenfalls umfahren werden.

Nach dem Reißverschlusssystem einfädeln, wenn vor der Baustelle die Anzahl der Fahrspuren reduziert wird.

Tempolimits und Überholverbote sind unbedingt zu befolgen.

An einigen Baustellen werden Autofahrer durch entsprechende Beschilderung dazu aufgefordert, versetzt zu fahren. Durch den Verzicht auf Überholmanöver lassen sich Unfälle mit dem Nebenmann vermeiden.

Ausreichend Abstand zum Vordermann einhalten.

Besondere Vorsicht ist im Verschwenkungsbereich angebracht. Lkw oder Gespanne brauchen dort mehr Platz.

Im Falle einer Panne Warnblinker einschalten und wenn möglich das Fahrzeug am rechten Fahrbahnrand abstellen. Anschließend sollten alle Autoinsassen den Wagen auf der dem Verkehr abgewandten Seite verlassen.

Erhöhte Aufmerksamkeit ist bei Nachtbaustellen geboten. Besonders kritisch ist der Übergang von beleuchteten auf unbeleuchtete Abschnitte.

Das Fahren auf der linken Fahrspur wird von vielen Autofahrern aufgrund der Enge - oft sind es nicht mehr als 2,50 Meter - als besonders unangenehm empfunden. Die rechte Fahrspur ist grundsätzlich breiter und daher Autofahrern, die sich auf der linken Spur unsicher fühlen, zu empfehlen. Der Club rät Autofahrern zudem, sich über die tatsächliche Breite ihres Fahrzeugs zu informieren. Der in den Fahrzeugpapieren eingetragene Wert gibt nur die Breite ohne Außenspiegel an. In zahlreichen Baustellen ist die Benutzung der linken Fahrspur für Fahrzeuge, die breiter als zwei Meter sind, verboten. Dies wird durch das Verkehrszeichen 264 angezeigt. Der ADAC weist darauf hin, dass hier die tatsächliche Breite des Autos - also einschließlich Außenspiegel - gemeint ist. Bei Verstößen droht nicht nur eine Geldbuße, sondern auch das Abfahren des Außenspiegels.

Unfallstau: Was man über Rettungsgassen wissen sollte
Ein Crash passiert, und im Nu staut sich der nachfolgende Verkehr an der Unfallstelle. Alle Fahrstreifen sind blockiert, alarmierte Rettungskräfte kommen viel zu langsam zum Einsatzort durch, kostbare Minuten verstreichen für die Erstversorgung von Verletzten. Solche Situationen ereignen sich tagtäglich auf unseren Straßen. Viele Autofahrer fühlen sich unsicher, wie sie den Weg für die Einsatzkräfte am besten freimachen. Der ARCD nennt die wichtigsten Regeln:
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Laut Paragraph 11, Abs. 2 der Straßenverkehrsordnung (StVO) müssen Fahrzeuge bei stockendem Verkehr auf Außerortsstraßen „eine freie Gasse" für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen bilden:
Auf zweispurigen Straßen, indem Sie rechts und links an den Rand fahren und die Fahrbahnmitte freilassen.
Auf dreispurigen Straßen fahren Autos auf der linken Spur möglichst nah an den linken Rand heran. Fahrer auf der mittleren und rechten Spur weichen auf den rechten Rand aus. Dasselbe Prinzip gilt für vierspurige Autobahnen.
Dabei ist darauf zu achten, dass das Fahrzeug nicht schräg steht und in die Rettungsgasse hineinragt.
Ganz wichtig: Schon gleich bei Staubeginn eine Rettungsgasse
bilden, noch bevor der Verkehr stillsteht und sich das erste Einsatzfahrzeug nähert! Lücke nicht wieder zufahren, wenn die ersten Hilfsfahrzeuge passiert haben. Es könnten weitere folgen!
Die Pflicht zur Rettungsgasse gilt auch für Motorräder, Lkw und Busse. Dabei sollten sich die großen Fahrzeuge möglichst am rechten Rand aufhalten, um den Rettungskräften den Überblick zu erleichtern.
Anderen Verkehrsteilnehmern ist das Einfädeln auf die eigene Spur zu erleichtern!
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Benutzt werden dürfen Rettungsgassen nur von Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr, Polizei, von Straßen- und Pannendiensten sowie von Sanitätsfahrzeugen, nicht aber von anderen Verkehrsteilnehmern. Wer bei stockendem Verkehr den freien Streifen für die Retter behindert, riskiert 20 Euro Geldbuße. Bei schwerwiegender Behinderung droht eine strafrechtliche Verfolgung.
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Ähnliche Vorschriften gelten auch in anderen EU-Ländern, wie Österreich, Schweiz, Tschechien und Slowenien. Allerdings mit einem wichtigen Unterschied: In Tschechien muss die Rettungsgasse zwischen dem mittleren und rechten Fahrstreifen frei bleiben. Also: Fahrzeuge auf der rechten Spur möglichst weit nach rechts, alle anderen so gut es geht nach links ausweichen. In Österreich riskieren Autofahrer eine Geldbuße bis zu rund 700 Euro, wenn sie keine Rettungsgasse bilden. Die Behinderung von Einsatzfahrzeugen kann noch deutlich mehr kosten. Auch in der Schweiz wird es bei Verstößen richtig teuer.
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Der ARCD appelliert dringend an alle Autofahrer, nach Unfällen den Rettungsweg so schnell wie möglich zu räumen. Besonders bei schlechten Sichtverhältnissen kommt es darauf an, dass alle Verkehrsteilnehmer im Stau nach einheitlichen Regeln reagieren. Nach Schätzungen von Experten kann jede Minute Zeitgewinn für Rettungskräfte die Überlebenschancen von Schwerstverletzten um zehn Prozent verbessern.
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„Wann sind wir endlich da?“
Reisen mit Kindern
Wichtige ADAC-Tipps und Tricks gegen Langeweile im Auto

Vielen Kindern wird auf mehrstündigen Autofahrten rasch langweilig. Damit die Urlaubsstimmung bei der Anreise nicht unnötig strapaziert wird, sollten Eltern folgende ADAC-Tipps beachten:
Vor Fahrtantritt: Kein Kind darf ungesichert im Auto mitfahren. Kindersicherheitssysteme sind beinahe überall vorgeschrieben.
Die richtige Ernährung ist wichtig. Obst und Wasser statt Süßigkeiten können Übelkeit verhindern. Trotzdem sollten Spucktüten und Medikamente gegen Brechreiz griffbereit sein.
Ausreichend Pausen machen. Bewegung und frische Luft sind für Kinder und Eltern gleichermaßen wichtig.
Wenn möglich, sich zeitweise zu Einzelkindern nach hinten setzen und vom Urlaubsziel erzählen. Das macht Lust auf die Ferien und nimmt ihnen das Gefühl, im Fond
ausgegrenzt zu sein.
Ratespiele wie zum Beispiel "Ich sehe was, was du nicht siehst" sind immer möglich. Ältere Kinder ab etwa acht Jahren erraten gerne Kennzeichen oder versuchen, mit den Buchstaben der Nummernschilder Sätze zu bilden.
Vor Beginn der Reise einfache Spiele und Malvorlagen vorbereiten. Diese sollten in ausreichender Menge im Auto bereit liegen.
Portable Spielkonsole und MP3-Player nicht vergessen! Ältere Kinder können sich damit sehr gut über einen längeren Zeitraum beschäftigen. Für kleinere Kinder eignen sich Kassettenrekorder oder Walkman mit netten Kindergeschichten.
Ältere Schulkinder in die Reiseplanung mit einbeziehen. Wenn sie sich bereits zu Hause mit der Karte
vertraut machen, können sie die zurückgelegte Strecke verfolgen und sich mit dem Reiseatlas beschäftigen.
Um die Nerven zu schonen, sollte das Fahren während Stoßzeiten vermieden werden. Auch in der Mittagshitze besser nicht fahren.
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ADAC Parkhaus-Test

Jedes vierte Parkhaus durchgefallen

Club fordert moderne Parkplätze für moderne Autos

Parkhäuser in deutschen Städten lassen häufig zu wünschen übrig: Oftmals sind sie zu eng, zu dunkel oder zu teuer. Das hat der aktuelle ADAC Test von 40 Parkhäusern in zehn Städten ergeben. Keiner der Kandidaten konnte die Note „sehr gut“ erreichen. Insgesamt vergaben die ADAC Tester elf Mal die Wertung „gut“. Für 19 Testobjekte reichte es nur zu einem „ausreichend“, acht mussten mit „mangelhaft“ benotet werden, für zwei blieb nur ein „sehr mangelhaft“. Den Autofahrern macht dabei vor allem die unzureichende Parkplatzbreite in vielen Parkhäusern zu schaffen. Die bisher vorgeschriebene Breite von nur 2,30 Meter reicht laut ADAC längst nicht mehr aus. Um den immer breiter werdenden Autos Rechnung zu tragen, fordert der Club eine Anpassung der Garagenverordnungen der Länder auf eine Mindestbreite der Parkplätze von 2,50 Meter.

Der Testsieger mit der Note „gut“ kommt aus Potsdam. Das Parkhaus Luisenplatz/Sanssouci besticht durch Übersichtlichkeit und Helligkeit. Aber auch die gute Beschilderung und die schräg angeordneten, breiten Parkplätze zeichnen das Haus aus. Ganz anders beim Verlierer in Mannheim: Das Parkhaus N6 (neues Parkhaus) kommt nicht über ein „sehr mangelhaft“ hinaus. Vor allem die extrem schmalen Parkplätze mit teilweise nur 2,17 Meter Breite schlugen als K.O.-Kriterium negativ zu Buche. Doch das ist nicht das einzige Manko: Die Einfahrt zu eng, Rampen und Fahrbahn zu schmal, die Parkplätze mit vielen Pfeilern garniert und obendrein schlecht beleuchtet, ohne Parkplätze für Eltern mit Kindern und mit nur einem Parkplatz für Behinderte. Ein Lichtblick: Das benachbarte Parkhaus N6 (altes Parkhaus) desselben Betreibers wird derzeit saniert und Mitte Dezember wiedereröffnet.

Die häufigsten Mängel waren fehlende Sonderstellplätze für Eltern mit Kindern, zu wenige und nicht barrierefrei angebundene Parkplätze für Behinderte, abgenutzte Markierungen und nicht vorhandene Fußwege. Bei weiteren drei Parkhäusern griff wegen einer zu geringen Einfahrtshöhe von weniger als 1,90 Metern das K.O.-Kriterium, das heißt, die Häuser wurden abgewertet. Besonders ärgerlich: Nicht einmal in relativ neuen, modernen Parkhäusern war man vor Mängeln sicher. Umgekehrt präsentierten sich ältere, aber sanierte Häuser durchaus benutzerfreundlich. Auf dem Prüfstand waren Testobjekte in Bonn, Braunschweig, Chemnitz, Darmstadt, Duisburg, Kiel, Mainz, Mannheim, Potsdam und Regensburg. Untersucht wurde nach den Kriterien Sicherheit, Befahrbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und Tarif.

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Mini-Parkscheibe im Auto nicht erlaubt

Bad Windsheim (ARCD) - Wer eine Parkscheibe im Auto verwendet, die erheblich kleiner ist als in der Straßenverkehrsordnung (StVO) vorgeschrieben, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss dafür zahlen. Das hat das Brandenburgische Oberlandesgericht in einem aktuellen Fall entschieden, über den der ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland berichtet. Der betroffene Autofahrer hatte eine Parkscheibe mit den Maßen 40 mm x 60 mm verwendet - gesetzlich verlangt sind jedoch 110 mm x 150 mm als Mindestgröße. Das Amtsgericht Cottbus sah darin eine Ordnungswidrigkeit und verhängte eine Geldbuße von 5 Euro. Die dagegen eingelegte Rechtsbeschwerde verwarf das OLG als unbegründet. Die vorgeschriebene Größe ermögliche ein leichtes Ablesen der eingestellten Zeit und damit auch eine wirksame Kontrolle der Höchstparkdauer. Dem werde laut Gericht ein viel kleinerer Zeitnachweis nicht gerecht (Az: (2Z) 53 Ss-Owi 495/10 (238/10)). Einen konkreten Platz für die Parkscheibe im Fahrzeug, etwa hinter der Frontscheibe, schreibt der Gesetzgeber nicht vor. Das OLG Naumburg sah in einem verhandelten Fall (Az: 1 Ss (Bz) 132/97) keinen Grund zur Beanstandung, dass sich die Parkscheibe an der linken hinteren Scheibe im Auto befand. Es reiche aus, eine Parkscheibe mit den vorgeschriebenen Maßen, von außen gut lesbar, im Fahrzeug zu hinterlegen. Um den Ordnungshütern die Arbeit nicht unnötig zu erschweren, rät der ARCD aber zu einem Platz hinter der Windschutzscheibe. Nicht verboten sind laut ARCD die im Handel und im Internet angebotenen elektronischen Parkscheiben, die wie bei einer Uhr immer die aktuelle Zeit anzeigen. Wer nach dem Abstellen des Fahrzeugs aber „vergisst“, den Uhrzeiger anzuhalten, und dabei erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen. ARCD

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